ARD-Talkshows
Beckmann bleibt auf dem Donnerstag
Fünf Talks in der ARD - konnte das gutgehen? Für Reinhold Beckmann nicht, seine Quote fiel in den Keller. Und da wird sie wohl auch vorerst bleiben: Gerüchten, der Talker solle wieder auf den Montag gehen, trat Programmdirektor Volker Herres nun entschieden entgegen.
Hamburg/Bremen - Die ARD hält am neuen Sendetermin der Talkshow "Beckmann" am späten Donnerstagabend fest. "Es gibt dazu keine andere Beschlusslage", sagte
ARD-Programmdirektor Volker Herres am Mittwoch auf der Intendanten-Sitzung in Bremen. Damit trat er Gerüchten entgegen, dass Reinhold Beckmann mit seiner Gesprächsrunde wieder auf den späten Montagabend rutscht, wo er vor der großen Talk-Rochade im Ersten sendete.
Allerdings räumte Herres ein, "Beckmann" habe am wenigsten von der Neuplatzierung der Talkshows im Ersten profitiert. Der Donnerstag habe ein "hartes Konkurrenzumfeld". "Beckmann" ist teilweise parallel zu "Maybrit Illner" zusehen, teilweise zu "Markus Lanz". So gesehen hat der Talker unabhängig von der inhaltlichen Ausrichtung seiner Sendung stets Konkurrenz - egal, ob er auf harten Polittalk oder Menschelndes setzt.
Aber seinen ARD-Kollegen geht es nicht viel besser: Seit fünf Talker um die Wette plaudern, kämpfen vier von ihnen mit sinkenden Quoten: Beckmann (minus 3,5 Prozentpunkte), Sandra Maischberger (minus 0,9), Frank Plasberg (minus 3,1) und Anne Will (minus 3,8). Genützt hat der große Talk-Umbau im Ersten nur einem: ARD-Neuzugang Günther Jauch, der auf dem populären Sonntagsplatz nach dem "Tatort" untergekommen ist.