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13.04.2012
 
Treffen mit Präsident und Oppositionsführerin
Cameron reist nach Burma
REUTERS
Es ist der erste Besuch eines westlichen Regierungschefs seit Jahrzehnten: Großbritanniens Premier Cameron ist nach Burma gereist - nach einem Gespräch mit Präsident Thein Sein wollte Cameron auch Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi treffen.
Naypyidaw - Ein Foto wurde bereits veröffentlicht, aber über den Inhalt des Treffens wurde zunächst nichts bekannt: Der britische Premier David Cameron hat in der burmesischen Hauptstadt Naypyidaw Präsident Thein Sein zu Gesprächen getroffen.
Cameron, der mit einer Unternehmer-Delegation in die frühere britische Kolonie reiste, wollte Thein Sein laut britischen Medienberichten Hilfe bei den demokratischen Reformen in Aussicht stellen.
Der britische Premier wollte anschließend in der Hafenstadt Rangun die frisch ins Parlament gewählte Friedensnobelpreisträgerin und Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi treffen. Die Reise Camerons ist der erste Besuch eines westlichen Regierungschefs in dem südostasiatischen Land seit Jahrzehnten.
Die EU-Außenminister beraten am 23. April über die Sanktionen gegen Burma. Diplomaten erwarten, das nicht alle der automatisch auslaufenden Sanktionen erneuert werden. Damit soll die Regierung für ihre Reformschritte belohnt werden. Dazu gehören die Aussöhnung mit den ethnischen Minderheiten, die Zulassung von Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie und die Freilassung Hunderter politischer Gefangener.
Suu Kyi und ihre Partei Nationale Liga für Demokratie trugen bei der Nachwahl zum Parlament Anfang April einen haushohen Sieg davon, nachdem das Militär die Opposition zuvor jahrzehntelang unterdrückt hatte. Eine zivile Regierung unter dem ehemaligen General Sein verfolgt seit dem vergangenen Jahr eine Politik der Öffnung. Im Gegenzug lockert der Westen derzeit schrittweise seine Sanktionen. Im November besuchte US-Außenministerin Hillary Clinton das Land.
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