Jemen
Acht Qaida-Kämpfer sterben bei Luftangriff
Es ist ein weiterer Schlag gegen das Terrornetz: Bei einer Attacke aus der Luft sind im Jemen acht Qaida-Mitglieder getötet worden. Die Männer hatten sich in einem Haus im Süden des Landes getroffen. Unklar ist, ob die jemenitische Luftwaffe oder eine US-Drohne die Schüsse abfeuerte.
Sanaa - Nach dem fehlgeschlagenen
Bombenattentat auf ein Passagierflugzeug geht im Jemen der Kampf gegen Anhänger des Terrornetzwerkes al-Qaida weiter. In der Nacht zum Donnerstag wurden im Bezirk Dschaar im Süden des Landes nach Informationen des Nachrichtenportals "News Yemen" acht mutmaßliche Qaida-Terroristen getötet. Unter den Toten sollen auch einige führende Mitglieder der Organisation sein.
Es sei ein Haus beschossen worden, in dem die Kämpfer zu einem Treffen verabredet gewesen seien. Noch nicht bekannt ist, ob die Angriffe von der jemenitischen Luftwaffe oder von US-Kampfdrohnen ausgeführt wurden. Der Bezirk Dschaar in der Provinz Abijan wird bereits seit dem vergangenen Jahr von dem Qaida-Ableger Ansar al-Scharia kontrolliert.
Unterdessen veröffentlichten Islamisten-Webseiten eine Kondolenzbotschaft im Namen der Organisation al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) zum Tod von Fahd al-Kuso. Der jemenitische Top-Terrorist war am vergangenen Sonntag in der Provinz Schabwa von einer US-Drohne getötet worden. In der Botschaft drohen die Terroristen mit einer Fortsetzung ihres "Krieges" gegen die "Kreuzritter".
Nicht erwähnt wird in der Botschaft, dass die US-Armee beim Aufspüren von al-Kuso wohl Hilfe
von einem Spion erhalten hatte, den der saudische Geheimdienst nach Informationen von US-Medien in den Reihen von AQAP platziert hatte. Der Agent soll sich den Terroristen im Jemen kürzlich als Selbstmordattentäter für einen Anschlag auf ein Flugzeug angeboten haben. Danach reiste er offensichtlich mit der Bombe ins Ausland, wo er den den Sprengsatz US-Ermittlern überreichte.
Die USA nehmen im Jemen regelmäßig Verstecke von Qaida-Kämpfer unter Beschuss. Ein wichtiges Ziel war dabei al-Kuso, der wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an dem Anschlag im Jahr 2000 auf das Kriegschiff "USS Cole" mit 17 Toten gesucht wurde.