Skandalspiel in Düsseldorf
DFB-Bundesgericht entscheidet am Freitag
Bekommt Hertha doch noch ein Wiederholungsspiel? Vor dem DFB-Sportgericht waren die Berliner mit ihrem Protest gegen die Relegationspartie in Düsseldorf gescheitert - und hatten daraufhin Berufung eingelegt. Am Freitag entscheidet nun in zweiter Instanz das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes.
Hamburg - Das Bundesgericht des Deutschen Fußballbundes (DFB) verhandelt am Freitag die Berufung im Skandalspiel von Düsseldorf. Dies teilte der DFB am Dienstag mit. Die Verhandlung wird ab 12.30 Uhr vom Bundesgerichtsvorsitzenden Goetz Eilers geleitet. Der 70-Jährige aus Darmstadt war einst DFB-Justiziar.
Das Sportgericht des Verbandes hatte am Montag den Einspruch von Hertha BSC gegen die Wertung des Relegationsrückspiels der Berliner bei Fortuna Düsseldorf (2:2)
zurückgewiesen.
Hertha pocht auf eine psychische Schwächung der eigenen Mannschaft und irreguläre Bedingungen, nachdem Fortuna-Fans das Spielfeld bereits vor dem Abpfiff
gestürmt und beschädigt hatten. Nach einer gut 20-minütigen Unterbrechung hatte Schiedsrichter Wolfgang Stark die Partie noch einmal für eineinhalb Minuten fortgesetzt.
Als dritte Instanz würde beiden Parteien noch das Schiedsgericht des DFB zur Verfügung stehen. Theoretisch ist auch der Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne möglich.
Die Verfahren gegen einzelne Spieler von Hertha - unter anderem gegen Lewan Kobiaschwili, der Schiedsrichter Wolfgang Stark geschlagen haben soll - und von Fortuna sowie gegen die Vereine wegen Zuschauerausschreitungen sollen nach dpa-Informationen erst nach der Entscheidung über die Spielwertung eröffnet werden. Diese könnten auch im Einzelrichterverfahren, also ohne öffentliche Verhandlung, entschieden werden.