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27.06.2012
 
Günstige Energie
Inflation in Deutschland sinkt auf Anderthalb-Jahrestief
AP
Die Inflationsrate in Deutschland ist im Juni erneut gefallen. Den zweiten Monat in Folge liegt sie bei unter zwei Prozent. Damit wird eine Zinssenkung in der Euro-Zone wahrscheinlicher.
Wiesbaden - Die Inflation in Deutschland ist im Juni auf den tiefsten Stand seit Ende 2010 gesunken. Die Jahresteuerung von 1,7 Prozent sei der niedrigste Wert seit Dezember 2010, teilte das Statistische Bundesamt mit. Hauptgrund für die Entspannung: Die Preise für Benzin und Heizöl gaben erneut nach.
Seit Dezember 2010 lagen die monatlichen Inflationsraten stets über der Marke von zwei Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht bei Werten von knapp unter zwei Prozent von Preisstabilität. Erstmals unterschritt die deutsche Inflation diesen Wert im Mai, als sie bei 1,9 Prozent lag. Im Vergleich zu diesem Monat müssen deutsche Verbraucher im Juni nun nochmals 0,1 Prozent weniger für ihren Lebensunterhalt ausgeben.
Damit ist nach Ansicht der Commerzbank auch der Weg für eine historische Zinssenkung am Donnerstag kommender Woche frei, mit der EZB-Chef Mario Draghi die Wirtschaft der Euro-Zone in der Krise anschieben könnte: "Wir rechnen mit einer Kappung. Die Inflationsdaten aus Deutschland zeigen der EZB, dass der Preisdruck derzeit nur verhalten ist", sagte Commerzbank-Experte Ralph Solveen.
Der EZB-Leitzins liegt bereits auf einem Rekordtief von 1,0 Prozent. Er könnte nach Ansicht vieler Beobachter um weitere 0,25 Prozentpunkte sinken.
 
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