Verdacht gegen US-Großbank
JP Morgan soll Energiemarkt manipuliert haben
JP Morgan gerät erneut ins Visier der Aufsichtsbehörden: Neben den milliardenschweren Fehlspekulationen der Großbank überprüft die US-Regierung jetzt auch deren Energiegeschäfte. Das Kreditinstitut wird verdächtigt, den Markt manipuliert zu haben.
Washington - Erst vernichtet die US-Großbank JP Morgan Chase bei obskuren Spekulationsgeschäften zwei Milliarden Dollar, jetzt gerät das Kreditinstitut wegen seiner Handelstätigkeit auf dem amerikanischen Energiemarkt unter Druck. Die US-Aufsichtsbehörden gehen dem Verdacht der Marktmanipulation in Kalifornien und dem Mittleren Westen nach.
Am Montag reichte die Bundeskommission zur Energieregulierung (FERC) bei einem Bundesgericht den Antrag ein, dass die Bank interne Nachrichten zu dem Thema herausgeben solle. Der "New York Times" zufolge handele es sich dabei um 25 E-Mails, die Details zu Geschäften der Bank auf dem Energiemarkt offenlegen würden.
Die Behörde geht zudem dem Verdacht nach, JP Morgan habe ihr gegenüber falsche Angabe gemacht. Eine Sprecherin der Bank erklärte, das Institut habe im Einklang mit dem Gesetz und den Vorgaben der Aufsichtsbehörden gehandelt.