Unglück in den Alpen
Zwei Bergsteiger am Mont Blanc erfroren
Die Unglücksserie im Mont-Blanc-Massiv reißt nicht ab: Wenige hundert Meter unterhalb von Europas höchstem Gipfel sind am Samstag zwei Bergsteiger erfroren. Ihre Seilschaft wurde von einem Sturm überrascht. Für einen Spanier und eine Polin kam jede Hilfe zu spät.
Hamburg - Im Mont-Blanc-Massiv sind zwei weitere Bergsteiger ums Leben gekommen. Ein 25-jähriger Spanier und eine 30-jährige Polin starben am Samstag an Kälte und Erschöpfung, nachdem sie auf dem Weg zum Gipfel des Mont Blanc in einer Höhe von etwa 4400 Metern in einen Sturm geraten waren.
Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, erlitten zwei spanische Alpinisten ihrer Seilschaft Verletzungen. Sie alarmierten nach ihrer Rückkehr ins Tal die Rettungskräfte, doch für ihre Gefährten kam jeden Hilfe zu spät. Die Bergsteigergruppe war zum Zeitpunkt des Unglücks auf dem Dôme du Goûter unterwegs, einem Grat, der die Grenze zwischen der Schweiz und Italien markiert. Sie wollten die Vallot-Hütte etwa 400 Meter unter dem Gipfel erreichen.
Erst am Donnerstag waren
bei einem Lawinenunglück am Mont-Blanc-Massiv
neun Bergsteiger ums Leben gekommen, unter ihnen drei Deutsche. 14 Menschen wurden verletzt. Am Samstag fand in einer Kirche in Chamonix eine Gedenkveranstaltung für die Opfer statt, an der 150 Menschen teilnahmen. In ihrer Trauerrede sagte Pastorin Isabelle Pierron: "Sie waren kurz davor, sich einen Traum zu erfüllen, doch der Berg hat ihnen nicht erlaubt, ihr Ziel zu erreichen."