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29.01.2013
 
Gestohlener Leibniz-Keks
Zeitung bekommt Bekennerschreiben vom "Krümelmonster"
FOTOSTRECKE
Wer hat den vergoldeten Keks geklaut, der den Firmensitz von Bahlsen in Hannover schmückte? Bei einer Zeitung ging jetzt ein Erpresserbrief samt Foto ein: Darauf zu sehen ist eine Person im Krümelmonsterkostüm. Und die fordert Leibniz-Vollmilchkekse für kranke Kinder.
Hannover - Noch deutlicher hätte man einen Erpresserbrief kaum formulieren können. "Ich habe den Keks! Ihr wollt ihn haben", steht am Anfang des Schreibens, das in der Redaktion der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ) landete, unterzeichnet ist es vom "Krümelmonster". Ein beigelegtes Foto zeigt eine Person im entsprechenden Kostüm - mit einem überdimensionalen, goldenen Leibniz-Keks im Arm.
Ein solcher Keks war vor wenigen Tagen von der Fassade des Firmensitzes des Bahlsen-Konzerns in Hannover gestohlen worden. Das aus vergoldetem Messing hergestellte Kunstwerk war Teil des Firmenwahrzeichens und hing in etwa fünf Metern Höhe zwischen den sogenannten Brezelmännern an der Außenfassade des Gebäudes. Von den Dieben fehlt jede Spur.
Die Polizei in Hannover prüft nun, ob die Verfasser des Briefes etwas mit dem Verschwinden des Kekses zu tun haben können.
Wenn das Unternehmen sein Wahrzeichen wiederhaben wolle, solle es alle Stationen im Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover mit Leibniz-Keksen versorgen, "aber die aus Vollmilch", heißt es in der aus Zeitungsbuchstaben zusammengeklebten Nachricht. Die zur Ermittlung des Täters ausgesetzte Belohnung von 1000 Euro solle zudem an ein Tierheim gespendet werden.
"Und das ist ernst", steht in der Botschaft, die zugleich mit einer Drohung verbunden ist. Sollten die Forderungen nicht erfüllt werden, werde der Keks bei "Oskar in der Mülltonne" landen. Das stets hungrige Krümelmonster und der grimmige Oskar sind Figuren aus der "Sesamstraße".
Nach Angaben der "HAZ" ist ein weiterer Brief mit denselben Forderungen auch bei Bahlsen eingegangen. Die Rechtsabteilung des Unternehmens prüfe das Schreiben. Eine Bahlsen-Sprecherin sagte: "Das Ganze ist keine Marketingaktion unseres Unternehmens, nie im Leben."
 
Zum Thema:
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